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die
Lust am Tanzen - mit Stiefeln, Jeans, Hut und buntem Hemden
Country Western
Dance ist ein weit verbreitetes Hobby, das immer mehr Anhänger
findet. Alleine ohne festen Partner in einer Gruppenformation
wird zu bekannten Country-Songs getanzt. Keine rauchenden Colts,
keine Lassos, die durch die Luft fliegen, auch keine wilden Mustangs.
Tanzsport mit Stiefeln und Hut.
Eines ist klar:
Tanzen trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Ob das jetzt
Rock’n’Roll, Walzer oder Country Western Dance ist.
Tanzen ist Leben, ist Bewegung, ist Freude. Tanzen kann auch gegen
überflüssige Pfunde eingesetzt werden, Tanzen sorgt
generell für ein allgemeines Wohlbefinden. Tanzen ist eine
gesunde Form, um den Körper in Schwung zu halten. Alle Elemente
der allgemeinen Fitness – Kraft, Bewegung, Ausdauer und
Koordination – werden beim Tanzen spielerisch trainiert.
Darüber hinaus fördert es die sozialen Kontakte und
bedeutet Lebensbejahung, was für jede Altersgruppe wichtig
ist.
Ohne Training
läuft nichts
Tanzen kann man schnell einmal. Man schnappt sich eine Partnerin
oder einen Partner und wiegt sich im Takt der Musik. An jedem
Fest mit Tanzbühne ist das zu beobachten. Die einen wirbeln
hektisch über die Bühne, andere verlagern ihr Gewicht
von einem Bein aufs andere und schauen neidisch auf jene, die
sich harmonisch zur Musik bewegen. «Wer nicht regelmäßig
tanzt, kann nicht tanzen» ist so ein Zitat, das wohl ein
Körnchen Wahrheit in sich birgt. Ohne Training geht nichts.
Die einen besuchen eine Tanzschule, um sich dort die nötigen
Grundkenntnisse – die Grundschritte – zu ergattern,
andere versuchen sich an Festen auf der Tanzfläche und schauen
die Schritte den andern ab.
Beim Western Line Dance ist das nicht so einfach, denn nur mit
dem Abschauen ist es nicht getan. Man muss die Schritte kennen
und diese in der richtigen Reihenfolge anwenden können. Und
das lernt man nicht bei einem Tanzfest.
Country Western Dance tanzt man alleine ohne festen Partner in
der Gruppe. Bestimmte Schrittreihenfolgen werden aneinander gehängt
und wiederholt, und dazu läuft Countrymusic von Tanya Tucker,
Brooks & Dunn, Asleep At The Wheel, Charlie Daniels, Mark
Chesnut, Alan Jackson oder Billy Ray Cyrus. Nicht der einzelne,
sondern die Gruppe ist wichtig. Wohl müssen alle die einzelnen
Schritte der jeweiligen Tänze und deren Reihenfolge kennen,
aber nur zusammen in der Gruppe – mindestens zwei –
ist es möglich, diese Tanzart richtig zu tanzen. Und genau
hier fängt das seriöse und ständige Training an.
Sieht einfach aus
Country Western Dance sieht eigentlich einfach aus: in einer Linie
stehen Frauen und Männer und bewegen gleichzeitig ihre Beine
nach vorne und nach hinten, dann drehen sich sich oder berühren
mit der Hand den hochgeschwungenen Stiefel. Das alles geschieht
im Takt zu Country-Songs, bei denen man sowieso nicht still sitzen
kann. Die Schritte müssen aber gelernt sein, sonst stimmt
die Choreografie überhaupt nicht, was dann mehr zu Frust
als zu Lust wird. Trainieren ist angesagt im Club oder zu Hause.
Eben dort, wo es sich tanzen lässt und Spaß macht.
Was ist
Country Western Dance?
Die Volkstänze wurden durch die europäischen Einwanderer
in die USA mitgenommen. Ende der 80er Jahre sind sie als Country
Western Tanzart mit dem Film «Urban Cowboy» in den
Staaten populär geworden. Country Western Dance bietet eine
große Vielfalt von Tanzarten, die überall dort, wo
Country Music gespielt wird, getanzt werden kann.
Grundsätzlich
kennt man drei Tanzarten:
Line Dance
Wird alleine ohne festen Partner in einer Gruppenformation oder
in Linien hinter- und nebeneinander getanzt. Die Tänze sind
oft passend auf ein bekanntes Lied choreografiert. Sie bestehen
aus einer vorgeschriebenen Schrittfolge, die sich nach 32, 48
oder 64 Schritten wiederholt. Es wird in der Mitte (Center) der
Tanzfläche getanzt. Verschiedene Schwierigkeitsgrade werden
angeboten und sind für jedes Alter geeignet.
Couple Dance
Der Mann führt, die Dame folgt ihm in die vielfältigen
Figuren. Die typischen Tänze sind Shuffle, Polka und Schottisch.
Sie haben ihren Ursprung in den früheren Volkstänzen
der Einwanderer. Two Step, Waltz, Swing und Cha Cha sind in ähnlicher
Form als Foxtrott, Englisch Walzer, Jive und Cha Cha Cha bekannt.
Der Unterschied zu allen anderen Tanzarten besteht in der Tanzhaltung
und der Figurenfolge.
Circle Dance
Solo oder paarweise im Kreis, es wird im Gegen-Uhrzeigersinn am
mittleren Rand (slow line) getanzt. Die Schrittfolge ist für
jeden Tänzer fix vorgegeben.
Nicht zu verwechseln
ist der Squaredance mit dem Western Dance. Da gibt es nämlich
keine festgelegten Tanz- bzw. Schrittfolgen, sondern vordefinierte
Figuren, die von den Tänzern ausgeführt werden müssen.
Um das Ganze noch ein wenig interessanter zu gestalten, stehen
diese Figuren nicht für bestimmte Lieder fest, sondern werden
von einem Vorsänger (Caller) in den Gesang eingeflochten.
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